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Verstärkte Nachfrage nach Beteiligungskapital im hessischen Mittelstand

Rekordwert: 76 neue Beteiligungen im Jahr 2020

Dass die Corona-Krise ihre Spuren in kleinen und mittelständischen Unternehmen im Hinblick auf die Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation hinterlassen hat, zeigt der starke Anstieg der Anfragen nach öffentlichem Beteiligungskapital von fast 50 Prozent bei der BMH Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen GmbH gegenüber dem Vorjahr.

Die für das Beteiligungsgeschäft in der hessischen Wirtschaftsförderung zuständige BMH, eine Tochter der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen, hat über alle von ihr betreuten Beteiligungsfonds einen neuen Höchstwert an bewilligten Beteiligungen erreicht.

„Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 76 neue Beteiligungen zugesagt. Der Vorjahresrekordwert von 67 Beteiligungen wurde somit nochmals deutlich übertroffen. Das bewilligte Gesamtbeteiligungsvolumen lag mit 28,9 Millionen Euro ebenfalls erheblich über dem Vorjahresniveau von 23 Millionen Euro“, berichtet Jürgen Zabel, Geschäftsführer der BMH. „Sehr erfreulich ist auch die hohe Zahl der finanzierten Start-ups und Unternehmen in der frühen Entwicklungsphase. Im Gesamtjahr 2020 konnten 50 Beteiligungen über insgesamt 20,4 Millionen Euro in dieser Unternehmensgruppe zugesagt werden, zu einem großen Teil offene Beteiligungen durch Anteilserwerb“, so Zabel.

Eigenkapitalfinanzierung immer wichtiger

„Das mit öffentlichen Mitteln unterstützte Beteiligungsgeschäft hat sich in den vergangenen Jahren sehr dynamisch entwickelt“, sagte Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden. „Eigenkapitalfinanzierung wird in der Wirtschaftsförderung immer wichtiger, denn hier übernimmt der Staat für eine begrenzte Zeit einen Teil des hohen unternehmerischen Risikos. Das ist besonders bei Start-ups wichtig. In der Corona-Krise haben viele hessische Unternehmen unverschuldet ihre Selbstfinanzierungskraft verloren oder keine Sicherheiten mehr für die Aufnahme von Krediten. Ich sehe es als sehr wichtige Aufgabe der hessischen Wirtschafts- und Krisenpolitik, mit unseren Beteiligungsprogrammen zu helfen. Denn was gerade zählt ist: Wir müssen möglichst viele gesunde Betriebe durch die Krise bekommen“, so Al-Wazir.

„Das Land hat in der Corona-Krise schnell gehandelt und über die von der BMH verwalteten Fonds spezielle Beteiligungsprogramme mit einem Volumen von bis zu 50 Millionen Euro zur Stabilisierung kleiner und mittelständischer Unternehmen in Hessen aufgelegt, welche rege in Anspruch genommen werden“, sagt Finanzminister Michael Boddenberg. „Dadurch konnten 2020 Liquiditätsschwierigkeiten infolge der Krise bei 19 Unternehmen mit mehr als 8,6 Millionen Euro Beteiligungskapital behoben werden. Die Hilfe der Steuerzahlenden, denn sie stellen uns das Geld zur Verfügung, kommt bei Hessens Wirtschaft an. Sie sichert Arbeitsplätze.“

Beteiligung in allen Finanzierungsphasen

Die BMH stellt hessischen Unternehmen aus nahezu allen Branchen über verschiedene Fonds, wie der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Hessen, Hessen Kapital I, II und III, dem Technologiefonds Hessen oder dem Futury Venture-Fonds finanzielle Mittel in Form von vornehmlich stillen, aber auch offenen Beteiligungen zur Stärkung ihrer Eigenkapitalbasis zur Verfügung. Es werden alle Finanzierungsphasen von der Gründungs- und Frühphase über die Wachstums- bis hin zur Spätphase sowie Nachfolgeregelungen abgedeckt.

„Das Beteiligungsgeschäft ist neben der Kredit-, Bürgschafts- und Zuschussförderung ein weiterer zentraler Bestandteil zur Unterstützung von Unternehmen in Hessen“, sagt Dr. Michael Reckhard, Mitglied der Geschäftsleitung der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen. „Mit Beteiligungskapital unterstützen wir Unternehmerinnen und Unternehmer dabei, ihr Geschäftsmodell nicht nur finanziell, sondern auch strategisch nach vorne zu bringen. Die Eigenkapitalfinanzierung ist eine gute Ergänzung zur Kreditfinanzierung.“

318 Beteiligungen in fünf Jahren

„Das Konzept der Bündelung aller öffentlichen Beteiligungsfonds unter dem Dach der BMH als zentraler Ansprechpartner für das öffentliche Beteiligungsgeschäft in Hessen hat sich bewährt, Unternehmensfinanzierungen können somit optimal strukturiert werden“, ergänzt Zabel. In den vergangenen fünf Jahren habe man von allen betreuten Beteiligungsfonds insgesamt 318 Beteiligungen im Gesamtvolumen von 116,9 Mio. € zugesagt. Der gesamte Beteiligungsbestand aller verwalteten Fonds konnte Ende 2020 bei 110 Mio. € stabilisiert werden.

Zum 1. Januar dieses Jahres wurde mit Dr. Steffen Huth die Geschäftsführung der BMH erweitert, um den zunehmenden Anforderungen und dem steigenden Beteiligungsvolumen auch durch eine personelle Verstärkung gerecht zu werden. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe im BM H-Team und hoffe, dass ich durch das Einbringen meiner langjährigen Erfahrungen im privaten Beteiligungsgeschäft dazu beitragen kann, die positive Entwicklung der BM H fortzuführen“, so Huth.


Informationen zum Beteiligungsangebot

BMH Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen mbH
Gustav-Stresemann-Ring 9
65189 Wiesbaden

Telefon: 0611/949 176-40
Telefax: 0611/949 176-76
E-Mail: info@bmh-hessen.de
Internet: www.bmh-hessen.de

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